Karten microSD

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SD-Karten-Grundlagen: Größe & Speicher

Alle SD(Secure Digital) -Karten, unabhängig von ihrer Größe, verwenden einen oder zwei kleine Flash-Speicherchips - ähnlich denen in USB-Speichersticks und SSDs - und einen winzigen Prozessor, um den Daten- und Befehlsfluss zu verwalten.

Es gibt 3 Standards, welche untereinander nicht kompatibel sind. D.h.: Ein Mini SD-Kartenleser funktioniert nicht mit Micro SD-Karten (es sei denn, du verwendest einen Adapter):

  • Standard-SD-Karten: 1,26 x 0,94 x 0,083 bis 0,055 Zoll (32 x 24 x 2,1-1,4 mm)
  • Mini SD-Karten: 0,85 x 0,79 x 0,055 Zoll (21,5 x 20 x 1,4 mm)
  • Micro SD-Karten: 0,56 x 0,43 x 0,039 Zoll (15 x 11 x 1 mm)

Standard-SD-Karten verfügen alle über einen kleinen Verriegelungsknopf, welcher das Speichern oder Löschen von Daten auf der Karte aktiviert/deaktiviert; Mini- und Micro SD-Karten verfügen jedoch nicht über diese Funktion.

Innerhalb der obigen Größenklassen gibt es noch fünf weitere Kategorien, welche das Anschlusssystem und die Datenkapazität der Karte angeben:

  • SD oder SDSC (Secure Digital Standard Capacity): Mit einer Speicherkapazität von 2 GB
  • SDHC (Secure Digital High Capacity): Speicherkapazität von über 2 bis 32 GB
  • SDXC (Secure Digital Extended Capacity): Mehr als 32 GB bis 2 TB Speicherplat
  • SDUC (Secure Digital Ultra Capacity): Mehr als 2 bis 128 TB Speicherplatz

SDUC Modelle sind noch recht neu, daher wird es noch einige Zeit dauern, bis Hersteller diese Modelle routinemäßig unterstützen; Die 128 TB Speicherplatz sollten für die meisten Anwender jedoch für die nächsten Jahre ausreichen!

SD-Karten-Leistung: Geschwindigkeitsklassen

Alle SD-Karten verwenden die kleinen Messingkontakte am Ende des Gehäuses, um Informationen in Form von Anweisungen und Daten zu empfangen und zu verschicken.

Die Schnittstelle zwischen der Karte und dem Lesegerät hat sich mit jeder Spezifikationsrevision weiterentwickelt - in einigen Fällen läuft das aktualisierte System einfach schneller (d.h. der Bustakt ist höher), in anderen Fällen hat die SD-Karte zusätzliche Kontakte, um mehr Kanäle für die Daten bereitzustellen.

Die Unterschiede zwischen allen Schnittstellen und der Leistung sind in sogenannten Geschwindigkeitsklassen festgelegt. Dies ist ein Maß für die maximale Anzahl von Bytes pro Sekunde, die zwischen SD-Karte und Host-Gerät übertragen werden kann.

Da jedoch nicht alle NAND-Flash-Chips gleich sind, geben die Geschwindigkeitsklassen auch die minimale sequenzielle Schreibrate an - die langsamste Geschwindigkeit, mit welcher Daten auf den Speicherchip übertragen werden können.

Geschwindigkeitsklassen

Geschwindigkeitsklassen geben an, welche Karten für welche Zwecke am besten geeignet ist. Die einfache Klassennummer ist der beste Indikator für die Geschwindigkeit einer SD-Karte, wobei Karten der Klasse 2 (2 MB/s) am unteren Ende des Spektrums liegen und am besten für weniger anspruchsvolle Aufgaben geeignet sind, z. B. für die Aufnahme von Videos in Standardauflösung.

Am anderen Ende der Skala sind Karten der Klasse 10 (10 MB/s), in der Lage, Videos bis zu 4K-Qualität aufzunehmen oder abzuspielen, wenn auch mit einer geringeren Bildrate.

Einige SDHC- und SDXC-Karten unterstützen auch die Ultra High Speed (UHS)-Klassifizierung, welche eine verbesserte Datenübertragungsraten bietet. Es gibt 3 Versionen dieses Systems welche zwei Geschwindigkeitsmodi anbieten: U1 und U3. Ersteres entspricht im Wesentlichen dem C10, aber U3 bietet mit 30 MB/s einen dreimal höheren Durchsatz - gut genug für 4K-Videos mit hohen Bildraten.

Mit der SD-Spezifikation 5.0 wurde ein weiteres Bewertungssystem eingeführt: Video Speed. Die Video Class 10 (V10) gilt für Karten, die über eine minimale sequenzielle Schreibgeschwindigkeit von 10 MB/s verfügen, bis hin zur Video Class 90 (V90 = 90 MB/s). Mit dieser Geschwindigkeit wird die Wiedergabe und Aufnahme von 8K-Videos mit 60 bis 120 fps möglich.

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